Archiv des Autors: fr

Was kommt bald in unsere Bibliothek? Wir brauchen Euch!

Sie können uns bis Mitte Dezember sagen, welche Serien Sie gern in der Bibliothek leihen würden. Anschließend wird eine davon gekauft.
1, 2, 3, 4 oder 5…
Melden Sie sich bei uns oder stimmen Sie mit unten ab!

Online Umfrage

1. American Horror Story (Drama, Horror, Fantasy  )

„American Horror Story“ ist eine von Ryan Murphy und Brad Falchuk („Nip/Tuck“, „Glee“, „Scream Queens“) entwickelte Anthologie-Serie, bei der in den einzelnen Staffeln jeweils abgeschlossene Handlungen mit verschiedenen Figurenensembles in unterschiedlichen Settings erzählt werden. Viele der Darsteller (u.a. Sarah Paulson, Evan Peters und Jessica Lange) treten dabei in mehreren Staffeln, in der Regel dann aber in jeweils neuen Rollen auf. Die Seasons tragen die mehr oder weniger vielsagenden Titel „Murder House“, „Asylum“, „Coven“, „Freak Show“, „Hotel“, „Roanoke“, „Cult“, „Apocalypse“ und „1984“. Die ersten sieben Staffeln haben dabei kaum Berührungspunkte, sondern warten allenfalls mit kleinen Anspielungen auf Geschehnisse in anderen Seasons oder kurzen Gastauftritten bereits bekannter Figuren auf. Eine Ausnahme bildet die achte Season, die ein direktes Crossover zwischen den Staffeln eins und drei ist und in deren Zentrum der Weltuntergang steht.

2. Vikings (Abenteuer, Drama, Historie )

Zu Beginn des Mittelalters sehnt sich der junge Farmer Ragnar (Travis Fimmel) danach, neue Zivilisationen jenseits des Meeres im Westen zu erkunden und zu plündern. Während Jarl Haraldson (Gabriel Byrne), der störrische Anführer seines Stamms, darauf beharrt, sich auf die bereits vertrauten Regionen im Osten zu konzentrieren, macht sich Ragnar mithilfe einiger loyaler Männer heimlich daran, sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Er hat genug von Stillstand und will neue Abenteuer erleben. Unterstützt vom Schiffbauer Floki (Gustaf Skarsgård), seinem Bruder Rollo (Clive Standen) und seiner Frau Lagertha (Katheryn Winnick) fällt er schließlich in England ein und nimmt sich was er will. Mit dem brutalen und überaus ergiebigen Raubzug zieht Ragnar zwar den Zorn von Jarl Haraldson auf sich, legt zugleich aber auch den Grundstein für seinen Aufstieg zu einem der größten Wikinger-Krieger aller Zeiten.

3. Humans (Drama, Sci-Fi )

In der nahen Zukunft übernehmen Androiden, die sogenannten „Synths“, zahlreiche gesellschaftliche Aufgaben, von der Arbeit in Fabriken und Haushalten, über die Kinderbetreuung und Altenpflege, bis hin zu sexuellen Leistungen im Bordell. Doch den Dienern, die sich den Menschen immer weiter annähern, schlägt jedoch nicht nur Euphorie entgegen. Einige Menschen fürchten sich vor „Überfremdung“ und wollen die allzu menschlichen Roboter wieder abschaffen. Sind ihre Ängste berechtigt? Schließlich beginnen die Androiden auch noch, Gefühle zu entwickeln und damit die letzte Grenze zwischen ihnen und den Menschen zu überwinden, die in einigen Familien bereits schon lange nicht mehr existiert. Außerdem wenden sich vereinzelte „Synths“ gegen ihre Schöpfer und Besitzer: Ist eine Roboter-Rebellion bereits unumgänglich?

Britisch-amerikanische Adaption der schwedischen Serie „Real Humans“ (Originaltitel: „Äkta Människor“).

4. Westworld (Drama, Western, Sci-Fi, Thriller )

In dem futuristischen Freizeitpark Westworld lassen der brillante Erfinder Dr. Robert Ford (Anthony Hopkins) und sein Team die Träume ihrer wohlhabenden Besucher wahrwerden: In einer täuschend echten Wildwest-Umgebung können sie sich nach Lust und Laune austoben und dabei gar ihrer Mord- und Sexlust freien Lauf lassen, schließlich wird der Park lediglich von künstlichen Lebensformen bevölkert. Eines Tages fangen einige von ihnen – allen voran die Farmertochter Dolores (Evan Rachel Wood) – jedoch an, ein Bewusstsein zu entwickeln und so allmählich zu realisieren, was die Menschen mit ihnen anstellen. Derweil versucht der mysteriöse Mann in Schwarz (Ed Harris), ein langjähriger Stammgast von Westworld, hinter das letzte dunkle Geheimnis des Parks zu kommen.

Serienadaption von Michael Crichtons gleichnamigem Sci-Fi-Klassiker aus dem Jahr 1973.

5. Handmaid‘s Tale (Drama, Sci-Fi )

In der nahen Zukunft hat eine christliche Fundamentalisten-Gruppe in den USA die Macht übernommen und die Verfassung außer Kraft gesetzt. Unter dem Namen Gilead ist eine neue Gesellschaft entstanden, deren totalitäre Regierung mit eiserner Faust das Leben aller Einwohner bestimmt. Frauen haben in dieser Welt keine Rechte, sie sind das Eigentum des Staates und der leitenden Männer, die sogenannte Hausmädchen in ihren Diensten haben. Da Unfruchtbarkeit aufgrund schädlicher Umwelteinflüsse immer verbreiteter ist und diese „Hausmädchen“ zu den wenigen noch gebärfähigen Frauen gehören, dienen sie in erster Linie dazu, Nachkommen mit ihren Besitzern hervorzubringen, um die Zukunft von Gilead zu sichern. Unter ihnen befindet sich auch Offred (Elisabeth Moss), die im Dienst von Commander Fred Waterford (Joseph Fiennes) steht und dabei jede Menge Qualen über sich ergehen lassen muss. Doch das will sie irgendwann nicht länger hinnehmen…

Serienadaption des dystopischen Romans „Der Report der Magd“ (Originaltitel: „The Handmaid’s Tale“) von Margaret Atwood.

 

Text: Wikipedia Deutschland

Bild: Pixabay/Comfreak

 

Eckernförder Lesefüchse (ca.10-12 Jahre)- Termin!! – Kleine Lesemäuse (1-3 Jahre)

Eckernförder Lesefüchse

Im November treffen wir uns am  4. Dienstag, den 26.11.
um 17.15. Uhr, im Dezember ist es wieder am 3. Dienstag, den 17.12. um 17.15 Uhr.

Wenn Euch interessiert, über welche Bücher wir bisher gesprochen haben, so findet Ihr die Liste auf unserer Homepage unter der Rubrik Veranstaltungen und dort bei den Eckernförder Lesefüchsen.

 

Die Kleinen Lesemäuse treffen sich ebenfalls am Dienstag. Der nächste Termin ist der
4. Dienstag im Monat, der 26.11. von 9.30 Uhr bis 10.00 Uhr.

Der letzte Termin für das Jahr 2019 findet am Dienstag, den 17.12. statt!

Für die Lesemäuse benötigen wir eine Anmeldung unter folgender Telefonnummer: 04351-667260.

 

 

Kleine Lesemäuse in der Stadtbücherei

Die „Kleinen Lesemäuse“ suchen Nachwuchs! Wir haben wieder Plätze frei für Eltern mit ihren Kindern von 1-3 Jahren. In der Regel treffen sich die „Kleinen Lesemäuse“ jeden dritten Dienstag im Monat von 9.30-10.00 zum Singen, Bücher lesen und Bücher anschauen. Natürlich können die Bilderbücher auch ausgeliehen werden. Die Kinder  entdecken, wie schön das gemeinsame Buchanschauen ist und lernen gleichzeitig andere Kinder kennen.  Eine telefonische  oder persönliche Anmeldung für die Veranstaltung ist erwünscht, möglichst mit einer gültigen Telefonnummer oder E-Mailadresse, damit wir die Eltern kontaktieren können. Es kann immer mal zu Terminverschiebungen kommen, wie zum Beispiel im November, wo die Lesemäuse am 4. Dienstag im Monat, am 26. November, stattfinden. Der nächste Termin für die „Kleinen Lesemäuse“ ist allerdings der 15.Oktober!

Unsere Telefonnummer lautet: 04351-667260

 

Für Musikinteressierte ein Schmankerl!

Der Klavierspieler vom Gare du Nord von Gabriel Katz

Katz, Gabriel
Der Klavierspieler vom Gare du Nord
Frankfurt: S. Fischer, 2019

Standort: SL
Signatur: Katz

Gerade hatte ich mich gegen den Kauf des gleichnamigen Hörbuchs entschieden, als ich diesen Roman in die Hände bekam. Und was soll ich Ihnen sagen? Selten habe ich ein Buch so fasziniert und zügig durchgelesen und bedauert unseren Lesern nicht doch noch das Hörbuch zur Verfügung gestellt zu haben.

Am Gare Du Nord in Paris steht für die Allgemeinheit zur Freude ein Klavier, an dem jeder spielen kann, der sich dazu berufen fühlt. Dort treffen zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite am Klavier Mathieu, ein junger Mann aus den Pariser Banlieues, auf der anderen Seite als verzauberter Zuhörer Pierre, der Direktor des Pariser Konservatoriums.

Mathieu, dessen Mutter es nicht mag, wenn er redet wie die Asozialen seines Viertels, kümmert sich um seinen kleinen Bruder, geht zur schlecht bezahlten Arbeit und gerät durch den Einfluss seiner Freunde auf die schiefe Bahn. Als kleiner Junge wurde er von dem Klavierspiel eines Nachbarn verzaubert und von diesem bis zu dessen viel zu frühen Tod gefördert.

Pierre, der sich in einer Lebens-, Arbeits- und Ehekrise bedindet, überredet Mathieu, sich von ihm ausbilden zu lassen und meldet ihn auf dem berühmtesten Wettbewerb der Zunft, dem Grand Prix d’excellence, an.

Innerhalb dreier Monate soll Mathieu vom absoluten Anfänger, was Technik und Notenlesen angeht, zu einem Champion heranwachsen. Ohne sein Talent und seinen gut hinter Kaltschnäuzigkeit getarnten Ehrgeiz und Pierres bedingungslosen Glauben an seine Fähigkeiten wäre dieses Projekt zum Scheitern verurteilt.

Von der ersten Seite an fiebert man mit Mathieu und Pierre mit. Mathieu gerät durch Pierre in ein Milieu, das ihm völlig fremd ist. Und Pierre braucht viel Geschick und Einfühlungsvermögen, um gegen das jungendliche Banlieuegehabe zu bestehen und seine Vorstellungen durchzusetzen. Am Ende profitieren beide von dieser Beziehung.

Und vielleicht ergeht es Ihnen wie mir, dass Sie Lust bekommen, sich das Werk, um das es in diesem Roman geht, das „2. Klavierkonzert op. 18 in c-Moll“ von Sergei Rachmaninow, im Anschluss anzuhören.

Marie-Therese Fritzen-Einfeldt
Diplom-Bibliothekarin

FerienLeseClub 2019 – es geht los!!

Ab sofort könnt Ihr Euch wieder für den FerienLeseClub 2019 anmelden. Wie funktioniert das? Ihr kommt einfach in der Stadtbücherei Eckernförde vorbei, füllt einen Anmeldezettel aus und bekommt die  Clubkarte und  das Logbuch.

Ab Donnerstag, den 27. Juni könnt Ihr dann die Bücher für den FerienLeseClub ausleihen. Aus dem Regal mit den ganz neuen FerienLeseClub-Büchern könnt Ihr Euch max. 4 Bücher mitnehmen, sollte Euch das als Ferien/Urlaubslektüre nicht ausreichen, könnt Ihr auch alle anderen Bücher in der Stadtbücherei ausleihen, die einen FerienLeseClub-Aufkleber haben.

Übrigens könnt Ihr Euch auch jederzeit während der Sommerferein noch anmelden und mitmachen. Auch Kinder von Urlaubern dürfen gerne vorbeikommen und Mitglied im FerienLeseClub werden.

Also: kommt vorbei und nehmt Bücher mit! Wir wünschen Euch ganz viel Ferien-Lese-Spaß!

Kleine Lesemäuse und Eckernförder Lesefüchse am 18. Juni

Die Kleinen Lesemäuse treffen sich am Dienstag, den 18. Juni um 9.30 in der Stadtbücherei Eckernförde. Wir singen zusammmen und lesen ein Bilderbuch vor. Die Veranstaltung ist für Eltern / Großeltern und Kinder von 1-3 Jahren und dauert eine halbe Stunde. Um Anmeldung wird gebeten.

Ebenfalls am Dienstag, den 18. Juni, aber erst am Nachmittag um 17.15 treffen sich die Eckernförder Lesefüchse, um sich gegenseitig Bücher vorzustellen.

Ein Kinderbuch mit Spaß-Faktor

Remington, Laurel
Scarlett -Ein Löffelchen Geheimnis und der Duft von Magie
Hamburg: Chicken House bei Carlsen, 2018

Standort:SLK3 (Schöne Literatur für Kinder ab ca.11Jahren)
Signatur: REM

Als dieses Buch geliefert wurde, habe ich es aufgrund des hübschen Covers gleich beiseite gelegt. Der Versuch, es unseren  Eckernförder Lesefüchsen (eine Gruppe von lesebegeisterten  Kindern zwischen 7-13 Jahren) zu vermitteln, scheiterte an anderer spannender Lektüre und schulischen Pflichten. Was für ein Glück für mich!

Scarletts Mutter ist Bloggerin mit vielen Followern und am allerliebsten schreibt sie über peinliche Sachen, die ihrer 13 jährigen Tochter passieren. Deshalb hat Scarlett aufgehört in der Schule an Klubs und AGs teilzunehmen, denn die Informationen bezieht ihre Mutter von einer ehemaligen Freundin. Scarlett hat auch aufgehört ihrer Mutter irgendwelche Dinge über sich zu erzählen.

Eines Tages kommt ihre alte Nachbarin, Mrs. Simpson, ins Krankenhaus und Scarlett fängt heimlich an, sich um deren Katze zu kümmern und sie zu füttern. Dabei findet sie in dem alten Haus eine toll ausgestattete Küche vor und ein wunderschön gestaltetes Kochbuch. Sie kann nicht anders und fängt heimlich an einen Kuchen zu backen. Es dauert nicht lange, bis ihr die Mitschülerin Violet auf die Spur kommt. Sie backen beide und plötzlich stehen mittags in der Schulmensa für alle zum Ausprobieren anonyme Keks-und Kuchenspenden, die reißenden Absatz finden.

Alles könnte so schön sein, wäre da nicht der schreckliche Mr Kruffs, der für das Parlament kandidiert und das Haus verkaufen möchte. Er möchte, dass Mrs. Simpson in ein Altenheim zieht. Wie sich herausstellt, ist er der Neffe der alten Dame, der sich nur Sorgen um sie macht, weil sie nicht mehr kocht, seit ihre Tochter gestorben ist.

In diesem Buch  sind so viele Elemente, die zur Sprache kommen: Freundschaft unter den Mitgliedern des geheimen Kochclubs, Fürsorge für eine alte alleinstehende Dame, Kinder, die sich mit viel Engagement für eine gute, lohnenswerte Sache einsetzen, der Spaß am Kochen und guten Essen.

Fazit: ein gut zu lesendes Buch mit Spaß-Faktor!

Marie-Therese Fritzen-Einfeldt

Die Stille zwischen Himmel und Meer

Die Stille zwischen Himmel und MeerSeck, Kati
Die Stille zwischen Himmel und Meer
Köln:Bastei Lübbe, 2017

Standort:SL
Signatur: Seck

Mit Kati Secks Roman „Die Stille zwischen Himmel und Meer“ ist mir mal wieder ein literarisch vergnüglicher Glücksgriff gelungen. Schon das Cover lässt erahnen, dass man es bei diesem Roman nicht mit einem der üblichen Liebesromane zu tun hat.
Edda, ca. 24 Jahre, ist als 5 Jährige von einer Frau aus dem Kindergarten entführt worden und hat 12 Jahre in einem fensterlosen dunklen Kellerraum als Gefangene überleben müssen. Ihre Entführerin Isolde war eine Psychopathin, die ihr eingeredet hat, sie vor der bösen, gefährlichen Welt draußen zu beschützen. Einzige Zerstreuung boten Bücher und ein Radio. Die Erinnerung an die Zeit vor der Entführung ist allmählich verblasst. Erst als 17 jährige schafft sie die Flucht. Langsam muss sie sich ins Leben zurückkämpfen, die Weite des Himmels versetzt sie in Panik und nur dank zahlreicher Psychotherapien lernt sie ein Stück Normalität kennen, die sich für sie aber immer noch fremd anfühlt. Ihre leibliche Mutter zu treffen und eine emotionale Beziehung zu ihr aufzubauen, erscheint ihr wie eine Herkulesaufgabe.

Deshalb fährt sie an die Nordsee. Sie möchte sich der Unendlichkeit des Himmels, der Weite des Meeres, dem Rauschen des Sturmes ausliefern und lernen, dass sie es aus eigener Kraft schafft, auf die Urgewalt der Elemente nicht mehr mit Panikattacken zu reagieren. Durch einen Fehler im Buchungssystem muss sie sich das Ferienhaus mit Sebastian teilen, der vor seinen eigenen Dämonen an die Nordsee geflohen ist. Beide nähern sich einander an. Wo der Eine schwach ist, spendet der Andere unerwartetes Verständnis und Stärke. So lernt Edda Stück für Stück, dass sie sich selbst vertrauen kann und dass sie auch anderen Vertrauen schenken kann und dass sie in einer Notsituation fähig ist ihre Kräfte zu bündeln, um für Andere da zu sein.

Besonders gefällt mir in dem Roman die Art des Erzählens, die psychologischen Betrachtungen bei der Verarbeitung des Kindheits-Traumas, die Rückblenden zwischen dem Heute an der Nordsee und dem Damals in Gefangenschaft. Lassen Sie sich selbst überraschen!

Marie-Therese Fritzen-Einfeldt
Diplom-Bibliothekarin

Buchtipp zum Abschied

Philipp Blom: Was auf dem Spiel steht
Hanser, 2017. 223 S., 20 €

Es wird das letzte Buch sein, das ich als Bibliothekar der Stadtbücherei Eckernförde vorstelle, bald gehe ich in Ruhestand. Mit dieser „Ruhe“ ist es so eine Sache: Jede aufmerksame ZeitgenossIn weiß, dass wir in unruhigen Zeiten leben.
Philipp Bloms Verdienst ist es, als Historiker mit großem philosophischen Wissen (und vice versa) Entwicklungen aus der Vergangenheit mit den Herausforderungen der Gegenwart – als da z.B. wären: Klimawandel, Digitalisierung, Konsum – in die Zukunft zu interpolieren.
Wie er das macht, das ist sowohl wissenschaftlich nachvollziehbar, als auch verblüffend anschaulich dargestellt. Aus dem Klappentext:
„Wir leben in Gesellschaften, in denen die Zukunft keine Verheißung mehr ist, sondern eine Bedrohung. Die reichen Demokratien wollen keine Zukunft, sie wollen behalten, was sie bereits haben. Gleichzeitig sehen wir die ersten Zeichen einer epochalen Transformation […], deren globale Auswirkungen wir erst beginnen zu begreifen. Diese Kollision zwischen Zukunftsverweigerung und historischen Umbrüchen birgt enorme Gefahren. Was auf dem Spiel steht ist nichts weniger als die Existenz eines demokratischen, liberalen Zusammenlebens – und vielleicht unsere Zivilisation.“
Es ist dies ein leidenschaftlicher Appell an uns LeserInnen nicht aufzugeben angesichts der Gefahren, die unsere politische Gegenwart kennzeichnen.

Liebe LeserInnen, für Ihr vielseitiges Interesse, Ihre Neugier verbunden mit Einsichten in das Funktionieren unserer Gesellschaft bedanke ich mich sehr.
Diese Erfahrung stimmt mich – ein wenig zumindest – hoffnungsvoll. Passen wir auf, dass Vernunft und Toleranz nicht untergehen! Bleiben Sie der Stadtbücherei gewogen und werben Sie für diese wertvolle Einrichtung der freien Information!

Mit lesefreundlichen Grüßen
Hans-Jürgen Simon