Archiv des Autors: we

Die „Mobile Bibliothek der Dinge“ macht 3 Monate Urlaub am Strand

Bücher, CDs, DVDs, Zeitschriften und Spiele sind bereits bekannte Dinge, die in Bibliotheken ausgeliehen werden können. Doch wie sieht es aus mit einer Ukulele, einem Akkubohrer oder Jonglierbälle? Viele Bücher zu den verschiedensten Themen sind bereits vorhanden, doch die passenden Geräte dazu hat nicht jeder zu Hause.
Viele Menschen können oder wollen sich teure Werkzeuge und Geräte für den Alltag nicht leisten. Sie benötigen sie häufig nur einmal oder sehr selten. Die Bibliothek der Dinge schafft hier Abhilfe. Sie regt zum Ausleihen anstelle des Kaufens an und leistet damit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum umweltbewussten Konsum.

Die Mobile Bibliothek der Dinge bleibt 3 Monate in der Stadtbücherei in Eckernförde, die Leihfrist dauert 2 Wochen ohne Verlängerung. Sie besteht aus 13 Gegenstände und Geräten:

  • Bluetooth-Box
  • Bookii-Stift
  • Slackline
  • Fenstersauger
  • Akkubohrer
  • Reiseadapter-Set
  • Lochzange
  • Ukulele
  • Sofortbildkamera
  • Jonglierbälle
  • Discman
  • Laminiergerät
  • Messgerät

Die Bücherei ist wieder geöffnet

Ab Dienstag, den 27.07.2021 dürfen Sie wieder in den Regalen der Stadtbücherei nach Lesestoff, Hörvergnügen oder Lieblingsfilmen suchen!

Wir haben auch neue Öffnungszeiten:

Montag           geschlossen
Dienstag        10:00 – 18:00
Mittwoch      10:00 – 13:00
Donnerstag  10:00 – 18:00
Freitag           10:00 – 18:00
Sonnabend   10:00 – 13:00

Die vorgeschriebenen Abstands- und Hygieneregeln gelten natürlich weiterhin. Außerdem erfassen wir weiterhin Ihre Daten beim Eintritt.

Ihr Bücherei-Team

Aktion Ferienspaß Sommer 2021

Das Programmheft der Aktion Ferienspaß ist fertig!

Das Angebot ist wie immer vielfältig, interessant und bunt und erscheint in diesem Jahr im Emoji-Look! Für jede Stimmungslage ein Emoji.

Das Programm steht nur online zur Verfügung. Einfach den folgenden Link anklicken und durch die interessanten Angebote stöbern 🙂

Aktion Ferienspaß 2021 Programm

Wichtig ist in diesem Jahr: Aufgrund der CoronavirusPandemie müssen nach wie vor die geltenden Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Ob ein Angebot stattfinden kann, entscheidet der Veranstalter. Informationen dazu unter www.eckernfoerde.de oder direkt beim Veranstalter.

Die Stadtbücherei Eckernförde adoptiert Eichhörnchen Erika!

Wir präsentieren unseren neugierigen Benutzer*innen und Benutzern viele Bücher über Eichhörnchen: für Erwachsene und Kinder.

Man kann in jedem Alter lernen, zum Beispiel:

Die Eichhörnchen sind Tagtiere und unterscheiden sich von den Siebenschläfern, die lieber in der Nacht herumspazieren. Die Eichhörnchen legen viel Wintervorrat im Sommer und im Herbst an und gehen zurück ins Nest, wenn alles dunkel ist. Der Herbst ist gefährlich für die Eichhörnchen, denn die Bäume verlieren die Blätter. So können sie von den Feinden schneller gesehen werden. Die Siebenschläfer speichern so viel wie möglich in Form von Fett im Körper und genießen die langen herbstlichen Nächte. Wenn der Winter kommt, machen die Siebenschläfer Winterschlaf, und ihre Körpertemperatur sinkt. Die Eichhörnchen bleiben im Winter aktiv, ernähren sich sparsam, damit sie weiterhin springen können.

Ein paar Millionen Bäume wachsen jedes Jahr aufgrund der Tatsache, dass Eichhörnchen vergessen, wo sie ihre Nüsse versteckt haben.

Weitere interessante Fakten über Eichhörnchen, können Sie direkt in der Schutzstation in Eckernförde finden:

http://www.eichhoernchen-eck.de/

„Diese Geschichte könnte die Welt verändern“. The Guardian

Cover aus Koha

Cover aus Koha

Cho, Nam-Jo
Kim Jiyoung, geboren 1982
Kiepenheuer & Witsch; 4. Edition

 Standort: SL-Schöne Literatur
Signatur: JO

Das Buch ist ein Porträt von Kim Jiyoung. Sie ist in Südkorea geboren und litt mit 32 Jahren an einer tiefen Depression. Sie ist gut verheiratet, hat Kinder gekriegt, aber irgendwie fühlt sie sich nicht gut.

Kim Jiyoung hat eine Schwester und einen kleinen Bruder. Die sechsköpfige Familie macht alles für das männliche Kind, die Schwestern teilen die Kleidungen, das Essen… Man merkt sehr schnell durch die Mutter, wieviel Arbeit die Frauen in dieser Gesellschaft machen müssen. Sie bleiben zuhause, kochen und sind auch oft für die Finanzen verantwortlich. Wenn der Mann nicht genug Geld verdient, müssen sie auch arbeiten.

Als die beiden Schwestern anfangen wollen zu studieren, überlegen sie vorher, wie sie das selbst finanzieren können, also nicht zu groß träumen. Die Firmen nehmen fast immer Männer und eine Anstellung zu bekommen ist schwieriger. Später erklären die Kollegen, dass die Frauen keine langen Projekte kriegen können, und  sie werden sehr selten in Führungspositionen eingestellt. Ihnen wird sowieso nach der Geburt  ihrer Kinder bald gekündigt. Fakt ist: nach der Geburt arbeiten 4 von 10 Frauen (Studie, 2015).

Kim Jiyoung ist die klassische südkoreanische Frau. Die Schriftstellerin erzählt später, dass dieses Buch eine Zusammenstellung ist. Kim Jiyoung ist eine Repräsentatin von allen Frauen, die auf Ihre Träume verzichten müssen. Der Therapeut, der das Porträt macht, erklärt später, dass viele Männer  diese Schwierigkeiten nicht verstehen können. Er ist selbst verheiratet, seine Frau ist hochgebildet, sie war im Studium besser als er und hat ihre Arbeit wirklich geliebt, aber wie Kim Jiyoung musste sie aufgeben.

Es ist heute mit Corona für die Frauen in Europa schwieriger geworden. Sie sind wieder mehr für den Haushalt und die Kinder verantwortlich. Dieses Buch zeigt ein radikales System. Das Buch ist aus diesen Gründen nicht nur für die Frauen wichtig, sondern auch für die Männer. Cho Nam-Joo integriert auch wissenschaftliche Studien, wenn man weitere Information finden will,

Unbedingt empfohlen

Caroline Weck
Bibliothekarin

Welttag der Poesie – 21.03.2021

Möwe über der Brücke

Dir unterm Fuß,
Zwischen den Ufern Schreitender, spannt
Sich der Brücke gewölbter Bogen.

Und eine Möwe,
Wie ein Gedanke fernher blitzend,
Schießt auf dich ihre blendende Bahn.

Eine Sekunde
Stößt ihr Auge in deines, greift
Dich der weißen Schwinge Umarmung.

Eine Sekunde
Hebt dich der Flug, trägt dich der Geist,
Der schwerelose, brausend empor.

Es weht dich an
Der unendliche Raum, es rauscht
Freiheit dir unermeßlich ums Haupt.

Wie ein Gedanke
Der weiße Vogel, fernhin sich windend,
Und kehrt dir einmal wieder vielleicht

Solange noch
Von Ufer zu Ufer, Wanderer, dich
Der Brücke schweigender Bogen trägt.

Maria Luise Weissmann (1899-1929), deutsche Lyrikerin

Quelle: Weissmann, Maria Luise, „Gedichte, Erzählungen und Aufsätze“ (1932). Poetry. 19.

Einfach Ölmalen Landschafts- und Naturmotive in nur 6 Schritten

Cover aus Koha

Cover aus Koha

Martina Lenhardt
Standort: KU 942,1
Verlag: Igling Edition Michael Fischer 2020

 

„Motive zum Malen gibt es sprichwörtlich wie Sand am Meer. Dabei spielt es eigentlich keine Rolle, was wir malen, sondern dass es ein Motiv ist, welches uns emotional anspricht. Behaftet mit schönen Erinnerungen, können wir so Erlebnisse auf unserer Leinwand verewigen und uns immer wieder daran erfreuen.“

 

In einer Bücherei gibt es nicht nur Romane, man kann auch Kunstbücher entdecken. Draußen liegt gerade Schnee, wir können durch das Fenster schauen, und unsere eigene Skizze davon machen.

Martina Lenhardt hat dazu ein Buch geschrieben. Das Buch ist sehr hilfreich und erklärt wie man Landschaften malen kann.

Es gibt mehrere Motive, die durch 6 Schritte erklärt werden. Man braucht sehr wenig Farben und man kann immer mischen, wenn eine Farbe noch fehlt. Für die Autorin gibt es fast nur vier Farben, die man fertig kauft, wenn man Landschaften malen will, und grün ist keine davon 😉.

Das Buch ist für Anfänger gedacht, aber jeden kann dort auch Inspiration finden.

Viel Spaß beim Malen,
Caroline Weck
Bibliothekarin

Patricia Highsmith – 100. Geburtstag

Vor 100 Jahren wurde Patricia Highsmith geboren, mehrere Bücher wurden mehrmals verfilmt (laut Wikipedia, 26 Filmen sind von Highsmiths Romane inspiriert). Hitchcock hat sehr früh die Rechte von „Strangers on the Train“ gekauft.

Der Stil von Highsmith ist besonders, sie schrieb viele Novellen über den Alltag und ihre Stadt New York mit einem bisschen Spannung.

Sie schrieb „Salz und sein Preis“ ganz am Anfang ihrer Karriere. Der Roman war fast eine Autobiographie über die Liebe zwischen Carol, einer älteren wohlhabenden kinderlosen Frau und der 19- jährigen Therese. Der Roman wurde in den Fünfziger Jahren unter Pseudonym veröffentlicht. Der Roman wurde später neu publiziert unter dem Titel „Carol“ und unter ihrem Namen.

Nach ihrem Tod wurden 8000 Seiten mit Notizen in ihrem Haus gefunden. Sie lebte am Ende auch sehr isoliert. Ihre Tagebücher werden im Jahr 2021 von Diogenes publiziert.

Hier einige DVDs:

Hier können Sie die Bücher finden

“My imagination functions much better when I don’t have to speak to people.”
― Patricia Highsmith

“He liked the fact that Venice had no cars. It made the city human. The streets were like veins, he thought, and the people were the blood, circulating everywhere.”
― Patricia Highsmith, The Talented Mr. Ripley

“Do people always fall in love with things they can’t have?‘

‚Always,‘ Carol said, smiling, too.”
― Patricia Highsmith, The Price of Salt

Ein Kinderbuch ohne Jahrgrenze

Liebe Schwester

von Alison McGhee
Illustrationen von Joe Bluhm
Standort: SLK 3
Signatur: MAC

„Liebe Schwester, sie haben mich gefragt, wieso ich dich immer nur „Schwester“ nenne. Weil ich einen tollen Namen für dich ausgesucht hatte. Deswegen.
Aber haben sie auf mich gehört?
NEIN.
Also es bleibt bei „Schwester“.“

Liebe Schwester ist ein besonderes Buch.

Der Erzähler ist ein zehnjähriger Junge, er hat seit paar Monaten eine neue Schwester und seine Eltern wollen, dass er regelmäßig Briefe an sie schreibt. Der Bruder erklärt, was in ihren Leben passiert. Für ihn ist seine Schwester am Anfang nur nervig, weil sie die ganze Zeit weint.

Mit den Jahren geht es ein bisschen besser, aber es bleibt für den Jungen trotzdem nicht so einfach. Es gibt auch ein riesiges Problem, die Schwester liebt ein Buch und will immer wieder, dass ihr Bruder das Buch vorliest. Nach dreihundert Millionen Mal Lesung hat der große Bruder echt genug davon. Er macht trotzdem seiner Schwester zuliebe weiter. Beide Geschwister wachsen und sind manchmal getrennt. Sie lernen langsam, wie  man ohne den Anderen leben kann , die Schwester bastelt zum Beispiel für ihren Bruder, als sie ein paar Tage in einen Feriencamp bleibt und kriegt am Ende Noten von ihrem Bruder.

Dieses Buch ist über die Beziehung zwischen Geschwistern, aber auch über das Erwachsenwerden. Man liest das Buch sehr schnell, der Bruder zeichnet seine Schwester regelmäßig. Wir treffen nie die Eltern, sie sind „die Wärter“, sie prüfen, was der Bruder schreibt oder malt. Regelmäßig kommt wieder der Satz: „die obenstehende Entschuldigung ist eine offizielle Stellungnahme, zu der uns die Wärter gezwungen haben“.

Egal wie alt man ist, dieses Buch kann euch gefallen. Er ist auf jeden Fall nicht nur für Kinder, es ist für alle Leute, die mit Geschwistern oder ohne groß geworden sind. Die Schriftstellerin Alison McGhee schreibt für jedes Alter und die Zeichnungen von Joe Bluhm sind wunderschön. Dieses Buch ist besonders und  man kann es in diesen grauen Zeiten echt genießen.

 

Liest mal,

Caroline Weck
Bibliothekarin

Wilkommen in Paris…

Cover aus Koha

Mas, Victoria
Die Tanzenden
Originaltitel: Le Bal des Folles
Piper (2020)

Standort: SL
Signatur: Mas

Wir sind im Jahr 1885 in Paris, alle Leute wollen die Verrückten aus der Salpêtrière, der psychiatrischen Anstalt, sehen. Charlot, der berühmte Arzt,, macht regelmäßig vor einem internationalen Auditorium von Ärzten, Journalisten und Schriftstellern klinische Demonstration. Wenn ein Fall interessant ist, präsentiert der berühmte Arzt eine Patientin, die dort Drogen oder Medikamente nimmt, um eine Krise zu provozieren. Die Frauen sind nur Vorzeigeobjekte in einer Männerwelt.

Wir folgen mehreren Patienten. Sie sind jung oder alt, und unterscheiden sich sehr voneinander. Zum Beispiel hat Louise ihre Eltern sehr früh verloren und wurde bei ihrer Tante interniert. Die Männer spielen eine Nebenrolle, sie sind fast immer die, die die Frauen bringen. Die Frauen sind in der Anstalt, verlassen und dort vergessen. Fast niemand kommt danach zu Besuch, der Kontakt mit der Realität ist komplett gebrochen.  Die einzige Freude, dass sie noch leben, ist die Ballvorbereitung. Einen Abend können sie wieder frei sein und mit anderen Menschen tanzen. Die Verrückten sind eine Kuriosität für die Besucher.

Die Geschichte hat mich berührt, die Époque war für die Frauen sehr schwer, sie mussten immer beachten, dass sie die Regeln folgen. Durch die Seiten lernen wir immer mehr über die Vergangenheit von den Frauen, die dort leben.

Sie entwickeln eine starke Solidarität. Das Ende ist auch schön gemacht und lässt Hoffnung zu für die Frauen, die dort noch geblieben sind.

„Jetzt ist man überrascht von diesem Auftritt, der Theaterschauspielerin würdig wäre. Da sind Milchmädchen und Marquisen und weibliche Pierrots, Musketiere und Kolombinen, Reiterinnen und Zauberinnen, Troubadoure und Matrosen, Bäuerinnen und Königinnen. Die Mädchen kommen aus allen möglichen Sektionen, sie sind Hysterikerinnen, Epileptikerinnen und Hypernervöse, jung und weniger jung, aber allesamt charismatisch, als würden sie sich durch etwas anderes als die Krankheit und die Mauern der Anstalt vom Rest der Menschen unterscheiden -eine bestimmte Arte zu existieren und sich in der Welt zu bewegen.“

Caroline Weck
Bibliothekarin