Buchtipp Mai

Pusteblumentage
von Rebecca Westcott

205 Seiten
dtv Verlag
ISBN 978-3-423-76165-9
Standort: Kinderbücherei
Signatur: SLK 3 Wes

Das Buch „Pusteblumentage“ hat mich begeistert und tief berührt.
Hauptperson ist die 13-jährige Liv, die mit ihren Eltern und ihrem älteren Bruder Isaak zusammen lebt und einen scheinbar normalen Alltag hat. Da Isaak das Asperger Syndrom hat, gerät Liv jedoch immer wieder in Situationen, die sie herausfordern. Auch fühlt sie sich von ihrer Mutter blamiert, als sie überraschend in den Laden stürmt und Liv energisch vor der  Kundschaft das Ohrlochstechen verbietet. Eigentlich sind es die gewöhnlichen Turbulenzen im Leben einer 13-Jährigen.

Doch dann bemerkt Liv, wie sich ihre Mutter verändert. Sie zeigt Liv das Kochen, obwohl sie selbst gar nicht kochen kann. Liv darf sich den ersten BH aussuchen, auch wenn sie noch gar keinen braucht. Und plötzlich erlaubt ihre Mutter sogar das Ohrlochstechen. Das ist unheimlich. Irgendwas ist nicht in Ordnung. Da erfährt Liv, dass ihre Mutter unheilbar krank ist. Ihre Welt gerät aus den Fugen.

Während sich Livs Mitschülerinnen mit Jungsgeschichten beschäftigen, übernimmt sie nun große Verantwortung, um ihren Eltern zu helfen, ihre Mutter zu unterstützen und ihr nahe zu sein.

Rebecca Westcott ist es gelungen, sehr einfühlsam mit dem Thema Verlust und Tod umzugehen. Gleichzeitig macht das Buch Mut. Es zeigt, dass es neben den schlechten traurigen Tagen auch allmählich wieder gute Augenblicke gibt, und es leichter wird, mit dem Verlust eines Menschen umzugehen. Das Buch „Pusteblumentage“ ist nicht nur für Jugendliche sondern auch für Erwachsene empfehlenswert!

Petra Schulschenk