Archiv der Kategorie: Kinderbuchempfehlungen

In dieser Kategorie finden sich Buch- und Medienempfehlungen für Kinder

Wind und der geheime Sommer

Michaelis, Antonia
Wind und der geheime Sommer
Hamburg:Oetinger Verlag, 2018


Heute möchte ich Euch mal ein wunderschönes, spannendes Buch von Antonia Michaelis vorstellen. Ich habe Euch ja erzählt, dass ich  während des Jahres ganz viele Kinderbücher für den Ferienleseclub lese, weil ich mir zusammen mit anderen Kollegen Fragen dazu überlege. Dieses Buch hat einen ganz klaren Vorteil: es sind schon Fragen vorhanden, und so konnte ich es einfach lesen, weil es mir Spaß machte.

Antonia Michaelis hat schon viele Bücher für verschiedene Altersgruppen geschrieben und die meisten gefallen mir richtig gut. Übrigens: auch dieses Buch steht nächstes Jahr im Ferienleseclubregal!

John-Marlon ist ein 11 jähriger Junge, kommt nach den Sommerferien in die 6. Klasse. Er ist ziemlich unsportlich, weshalb sein Vater mit ihm trainiert: Fußball, Laufen, usw. Er möchte so gerne stolz auf seinen Sohn sein, der aber seine Erwartungen nie erfüllt. Per Zufall entdeckt John Marlon eine Baulücke in Berlin, in der eine Art Urwald wächst. Unumstrittene Herrscherin dieses Platzes ist Wind. Durch sie und mit ihr erleben John-Marlon, Jojo, Alicia, Esma und Goran die wildesten und besten Abenteuer. Sie tauchen in unterirdische Seen in Mexiko, überleben einen Sturm und Seenot, gehen auf Schatzsuche und geraten ins Visier einer Gaunerbande. John Marlons Eltern denken, dass ihr Sohn eine blühende Fantasie hat, wenn er von seinen Abenteuern erzählt. Welche Rolle aber spielen Pepe, der Schnautzermann und Hayat, die in dem Laden um die Ecke geheimnisvolle Gespräche führen? Und was macht Wind eigentlich, wenn sie die Anderen um 18.00 nach Hause schickt? Welches Geheimnis umgibt sie und was ist mit ihren Eltern?

Antonia Michaelis versteht es, ihre Fantasie so auszuleben, dass es auch für mich als Erwachsene so war, als würde ich in dieser Baulücke wirklich wahrhaftige Abenteuer erleben. Und ich war, auch wenn ich es ahnte, am Ende doch überrascht, wie das Buch ausging. Außerdem war es eins der wenigen Bücher, bei denen ich nicht den Schluß zuerst gelesen habe, weil ich mir den Spaß am überraschenden Ende nicht nehmen wollte.

Buchtipp Mai

Pusteblumentage
von Rebecca Westcott

205 Seiten
dtv Verlag
ISBN 978-3-423-76165-9
Standort: Kinderbücherei
Signatur: SLK 3 Wes

Das Buch „Pusteblumentage“ hat mich begeistert und tief berührt.
Hauptperson ist die 13-jährige Liv, die mit ihren Eltern und ihrem älteren Bruder Isaak zusammen lebt und einen scheinbar normalen Alltag hat. Da Isaak das Asperger Syndrom hat, gerät Liv jedoch immer wieder in Situationen, die sie herausfordern. Auch fühlt sie sich von ihrer Mutter blamiert, als sie überraschend in den Laden stürmt und Liv energisch vor der  Kundschaft das Ohrlochstechen verbietet. Eigentlich sind es die gewöhnlichen Turbulenzen im Leben einer 13-Jährigen.

Doch dann bemerkt Liv, wie sich ihre Mutter verändert. Sie zeigt Liv das Kochen, obwohl sie selbst gar nicht kochen kann. Liv darf sich den ersten BH aussuchen, auch wenn sie noch gar keinen braucht. Und plötzlich erlaubt ihre Mutter sogar das Ohrlochstechen. Das ist unheimlich. Irgendwas ist nicht in Ordnung. Da erfährt Liv, dass ihre Mutter unheilbar krank ist. Ihre Welt gerät aus den Fugen.

Während sich Livs Mitschülerinnen mit Jungsgeschichten beschäftigen, übernimmt sie nun große Verantwortung, um ihren Eltern zu helfen, ihre Mutter zu unterstützen und ihr nahe zu sein.

Rebecca Westcott ist es gelungen, sehr einfühlsam mit dem Thema Verlust und Tod umzugehen. Gleichzeitig macht das Buch Mut. Es zeigt, dass es neben den schlechten traurigen Tagen auch allmählich wieder gute Augenblicke gibt, und es leichter wird, mit dem Verlust eines Menschen umzugehen. Das Buch „Pusteblumentage“ ist nicht nur für Jugendliche sondern auch für Erwachsene empfehlenswert!

Petra Schulschenk

Katapult und Flitzebogen

Katapult und FlitzebogenAkiyama, Lance
Katapult und Flitzebogen:
verrückte Gummiband-Projekte für junge Tüftler
Bern: Haupt-Verlag, 2017

Signatur: Spo 963 A
Standort: Kinderbücherei-Spo

Heute möchte ich Euch und Ihnen mal ein Sachbuch für junge Leser empfehlen. In diesem Bastelbuch geht es ausführlich um Hand-Shooter, wie beispielsweise Pfeil und Bogen, um Katapulte und Flugobjekte wie den Gummibandhubschrauber. Detailliert wird in Bild und Wort aufgeführt, welche Materialien man für die Herstellung der verschiedenen Geräte benötigt und welcher Ersatz gewählt werden kann, sollte man dieses oder jenes Teil nicht zur Hand haben. In Schritt für Schritt-Anleitungen wird die Herstellung der Objekte beschrieben, es werden Varianten genannt und was man mit den Produkten anstellen kann.

Ich könnte mir dieses Buch gut für Väter und Söhne vorstellen, die gerne miteinander basteln und handwerken oder besonders auch für Lehrer, die ein Fach wie den Werkunterricht gerne mit einigen physikalischen Erklärungen versehen. Da für die Objekte Akku-Schrauber, Heißklebepistolen und Cutter-Messer gebraucht werden, sollten Kinder schon von einer erwachsenen Person angeleitet werden.

Viel Spaß!

Sasha & Meteor- ein Buch im FerienLeseClub 2017

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Sasha & Meteor

Kimpton, Diana
Sasha & Meteor
Frankfurt: Fischer TB, 2016

Standort: Kinderbücherei SLK3-PFERDE
Signatur: Kim

Heute möchte ich Euch mal ein Buch empfehlen, das Ihr im Moment nur ausleihen könnt, wenn Ihr Euch ab dem  10. Juli bei uns für den Ferienleseclub anmeldet. Ich habe es gelesen, weil ich mir die Fragen für den FerienLeseClub dazu ausgedacht habe. Erst dachte ich, es wäre eines der zahlreichen Pferdebücher und nicht sonderlich spannend, aber weit gefehlt! Ich habe abends um 18.00 Uhr mit dem Lesen begonnen und bis Mitternacht nicht mehr aufhören können. In dem Buch geht es um 2 traumatisierte Wesen: einmal das Pferd Meteor und einmal das Pflegekind Sasha und das Buch ist stellenweise ebenso traurig wie schön. Nun hoffe ich ja, dass ich Euch so neugierig gemacht habe, dass Ihr beim FerienLeseClub mitmachen möchtet. Das könnt Ihr, wenn Ihr nach den Sommerferien in die 4. Klasse oder höher kommt.

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FerienLeseClub 2017

Goldene Kamera für einen jungen Mann aus Schleswig-Holstein

Goldene Kamera

Goldene Kamera

Goldene Kamera für „Youtuber“ Freshtorge
aus Wesselburen

Mit seinen Filmchen wurde der Youtuber „Freshtorge“  aus Wesselburen zum gut verdienenden Internet-Star mit über einer Million Abonnenten. Nun wurde er mit der Goldenen Kamera in der Sparte Comedy ausgezeichnet.

Und natürlich haben wir ein Buch über diesen Star in der Stadtbücherei.

Mein Tagebuch von Freshtorge

Ausgezeichnet mit der Goldenen Kamera
Signatur: Th 540

Standort: Kinderbücherei

 

Großzügige Bücherspende der Stiftung Lesen

Bücherspende Stiftung Lesen

Spende der Stiftung Lesen für die Aktion Lesestart- Drei Meilensteine für das Lesen

Die Stadtbücherei Eckernförde bedankt sich ganz herzlich bei der Stiftung Lesen für die großzügige Bücherspende, die in unserem Erstes – Lesen –  Regal bestimmt für Begeisterung sorgen wird.

In diesem Jahr startet die dritte Phase der Aktion Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung seit 2011 finanziert wird. Dieses Mal bekommen alle Erstklässler eine Lesestart-Tasche mit einem altersgerechten Buch und mehrsprachigem Material für die Eltern, deren Schulen sich für das Programm interessiert haben. Das Material für die Eltern ist im übrigen auch online in vielen Sprachen verfügbar.

Auch wir haben 15 Bücher erhalten, die man im Buchhandel nicht erwerben kann, denn es sind Sonderausgaben für die Stiftung Lesen. Es sind sehr schöne Titel dabei und vor den eigentlichen Geschichten steht immer ein Text in mehreren Sprachen für die Eltern zum Umgang mit den Büchern.

Sprechende Käfer und explodierende Bomben

kaeferkumpel-1260-1Leonard, M.G:
Käferkumpel
Hamburg: Carlsen, 2016

Standort: Kinderbücherei- SLK3-KRIMI
Signatur: LEO

Heute möchte ich Euch mal ein Kinderbuch empfehlen. Eines, das mich bis nach Mitternacht wach gehalten hat, weil es so spannend war und ich es unbedingt zu Ende lesen wollte. In diesem Roman spielen drei Kinder die Hauptrollen: Darkus Cuttle (13 Jahre), sowie seine Klassenkameraden Berthold (ängstlich, aber hochbegabt) und Virginia, die als Beschützerin von Darkus und Berthold auftritt.

Darkus ist Halbwaise. Eines Tages verschwindet sein Vater spurlos im Naturhistorischen Museum. Niemand hat ihn gehen sehen. Er ist in einen Raum hineingegangen und nicht wieder herausgekommen. Klar, dass da etwas dahinterstecken muss. Darkus begibt sich mit seinen Onkel auf Spurensuche, denn er ist felsenfest überzeugt, dass sein Vater noch lebt. Darkus findet einen Nashornkäfer, mit dem er reden kann, und der sich sehr eindrucksvoll mit dem Jungen verständigen kann. Dabei erfährt er, dass sein Vater ein berühmter Spezialist für alle Käferarten ist und früher an einem geheimen Projekt gearbeitet hat, bei dem Käfer genetisch verändert werden sollten. Damals arbeitete er mit Lucretia Cutter zusammen, die eine begnadete Genforscherin ist, sich aber von den Möglichkeiten, Geld damit zu verdienen, hat blenden lassen, unermesslich reich ist und die Schurkin in diesem Roman.

Er entdeckt per Zufall, dass seine Nachbarn in ihrer Wohnung nicht nur einen gigantischen Käferberg züchten, sondern auch den ganzen Hof mit alten Möbeln vollstellen. Auch wenn es sich etwas fantastisch anhört, er gerät bei den Männern in Gefangenschaft und wird von den Käfern wieder befreit. Darkus lernt Lucretia Cutters Tochter kennen und mit ihrer Hilfe findet er heraus, dass sie seinen Vater in einem Kellerraum gefangen hält. Natürlich schmieden die Kinder einen Rettungsplan, der nicht ganz ungefährlich ist und in dem die Käfer eine entscheidende Rolle spielen. Berthold legt dabei mittels selbstgebastelter Zündfallen ein ganzes Haus in Schutt und Asche.

Dieses Buch ist ein Abenteuerbuch, ein Thriller, bei dem es einen manchmal schüttelt, wenn man sich als Erwachsener Dinge bildlich ausmalt,  sehr spannend und trotzdem leicht und schnell zu lesen und ihr werdet hinterher von Käfern und ihen Fähigkeiten fasziniert sein und hoffentlich noch ein Buch über Käfer ausleihen wollen.

„Lesetipps“ für Kinder-und Jugendliche aus dem Literaturhaus S-H in Kiel

Im Literaturhaus S-H in Kiel gibt es eine lesebegeisterte Kinder-und Jugendgruppe, die sogenannten „Leseratten“. Diese Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 8 und 18 Jahren haben Buchkritiken zu aktuellen Titeln der Kinder-und Jugendliteratur verfasst. Auf dem Leseratten-Blog Leseratten Kiel erscheinen weitere Buchtipps online. Hier für Euch mal ein Beispiel aus dem Blog:

Ellen van Velzen: Der Turm der Drachenlenker

Leseratten-BlogDie Geschichte spielt in einem kleinen Dorf, das auf Stelzen  steht. Über dem Dorf schweben angebundene, große Lenkdrachen, die das Dorf beschützen sollen – vor Ungeheuern. Erbaut werden die Drachen von Drachenlenkern. Die Hauptperson Jani wird auch ein Drachenlenker. Doch er merkt schon bald, dass etwas nicht in Ordnung ist. Die anderen Drachenlenker erzählen ihm nicht alles. Wieso findet er zum Beispiel eine schwarze Kralle auf dem verbotenen Dachboden? Die schwarze Kralle wird eine wichtige Rolle spielen, denn sie gehört einem Ungeheuer! Interessant ist auch die Freundin von Jani, die anfangs seine Liebe zu den Drachen nicht nachvollziehen kann.

Am Ende gibt es eine große Wende, mit der ich nicht gerechnet habe. Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen, da es viele tolle Charaktere gibt und die Handlung spannend ist. Es ist eine schöne, fantasievolle und außergewöhnliche Geschichte. Außergewöhnlich, da die Geschichte in einer anderen Welt spielt. Hier gibt es andere Traditionen, Kulturen und Sagen, als ich sie kenne. Nicht so gut hat mir das Ende gefallen, da es sehr knapp beschrieben wurde.

Das Buch empfehle ich allen, die gerne spannende Fantasy-Geschichten lesen und die auch etwas kompliziertere Handlungen mögen.

ISBN 978-3-8369-5854-7, EUR 14,95, Gerstenberg Verlag, ab 11 Jahren, 256 Seiten, aus dem Niederländischen von Maike Blatnik

Gesa Bachmann, 11 Jahre

Übrigens: dieses Buch kann man  auch  bei uns in der Stadtbücherei Eckernförde ausleihen, und ich stimme Gesa in ihrer Besprechung zu und finde, das hat sie ganz toll gemacht. Bei uns steht das Buch bei den Büchern ab 11 Jahren.

Neue Entdeckung bei den Jugendromanen

Du neben mir

Du neben mir

Yoon, Nicola
Du Neben Mir
und zwischen uns die ganze Welt
Ravensburg: Ravensburger, 2016

Standort: SLJ-JUGENDROMANE
Signatur: Yoon

 

Ich habe noch nie so einen tollen Roman gelesen. Schon vom  ersten Kapitel an wird man  in Madeline F. Whittier hineinversetzt. Madeline hat einen seltenen Immundefekt und hat deshalb ihr Leben lang nicht das Haus verlassen. Für sie ist jeder Tag gleich. Doch dann zieht nebenan ein Junge ein und stellt ihr Leben total auf den Kopf. Wenn sie bei ihm ist, vergisst sie alles um sich herum. Um einen Tag im Freien mit Olly zu verbringen, würde Madeline alles riskieren. Alles! Ich würde das Buch denen empfehlen, die ein Fan von “ Das Schicksal ist ein mieser Verräter “ sind. Es ist eine schöne, aber zugleich auch eine Geschichte zum Nachdenken.

Luise Wienrich, 14 Jahre

Von pupsenden Fischen und schwimmenden Steinen

Otte,Carsten
Marte und das Meer: Von pupsenden Fischen und
schwimmenden Steinen.
Zürich: Orell Füssli, 2016

Otte, Carsten: Marte und das Meer

Otte, Carsten: Marte und das Meer

Standort: SLK1 Kinderbücherei
Signatur: OTT

Carsten Otte war 2013 Stipendiat im Künstlerhaus in Eckernförde. In dieser Zeit ist auch sein erstes Kinderbuch „Marte und das Meer“ entstanden. In kurzen Geschichten wird von der 5 jährigen Marte erzählt, die in einen Eckernförder Kindergarten geht und deren Vater der letzte Fischräuchermeister der Stadt ist. Von ihrem Vater erfährt das kleine Mädchen viel über Meer und Küste, zum Beispiel, wie man aus Silber Gold macht, indem man die Sprotten räuchert. Oder manches Interessante über Feuerquallen, sowie dass man mit Bernstein zaubern kann. Dieses Wissen gibt sie an ihre oft ungläubig staunenden Kindergartenfreunde weiter. Insgesamt sind so 10 nette kleine Geschichten mit viel Wissenswertem über Eckernfördes Ostseeküste entstanden, die sich nett schon kleineren Kindern vorlesen lassen.

Marie-Therese Fritzen-Einfeldt