Archiv der Kategorie: Kinderbücherei

Ein Kinderbuch mit Spaß-Faktor

Remington, Laurel
Scarlett -Ein Löffelchen Geheimnis und der Duft von Magie
Hamburg: Chicken House bei Carlsen, 2018

Standort:SLK3 (Schöne Literatur für Kinder ab ca.11Jahren)
Signatur: REM

Als dieses Buch geliefert wurde, habe ich es aufgrund des hübschen Covers gleich beiseite gelegt. Der Versuch, es unseren  Eckernförder Lesefüchsen (eine Gruppe von lesebegeisterten  Kindern zwischen 7-13 Jahren) zu vermitteln, scheiterte an anderer spannender Lektüre und schulischen Pflichten. Was für ein Glück für mich!

Scarletts Mutter ist Bloggerin mit vielen Followern und am allerliebsten schreibt sie über peinliche Sachen, die ihrer 13 jährigen Tochter passieren. Deshalb hat Scarlett aufgehört in der Schule an Klubs und AGs teilzunehmen, denn die Informationen bezieht ihre Mutter von einer ehemaligen Freundin. Scarlett hat auch aufgehört ihrer Mutter irgendwelche Dinge über sich zu erzählen.

Eines Tages kommt ihre alte Nachbarin, Mrs. Simpson, ins Krankenhaus und Scarlett fängt heimlich an, sich um deren Katze zu kümmern und sie zu füttern. Dabei findet sie in dem alten Haus eine toll ausgestattete Küche vor und ein wunderschön gestaltetes Kochbuch. Sie kann nicht anders und fängt heimlich an einen Kuchen zu backen. Es dauert nicht lange, bis ihr die Mitschülerin Violet auf die Spur kommt. Sie backen beide und plötzlich stehen mittags in der Schulmensa für alle zum Ausprobieren anonyme Keks-und Kuchenspenden, die reißenden Absatz finden.

Alles könnte so schön sein, wäre da nicht der schreckliche Mr Kruffs, der für das Parlament kandidiert und das Haus verkaufen möchte. Er möchte, dass Mrs. Simpson in ein Altenheim zieht. Wie sich herausstellt, ist er der Neffe der alten Dame, der sich nur Sorgen um sie macht, weil sie nicht mehr kocht, seit ihre Tochter gestorben ist.

In diesem Buch  sind so viele Elemente, die zur Sprache kommen: Freundschaft unter den Mitgliedern des geheimen Kochclubs, Fürsorge für eine alte alleinstehende Dame, Kinder, die sich mit viel Engagement für eine gute, lohnenswerte Sache einsetzen, der Spaß am Kochen und guten Essen.

Fazit: ein gut zu lesendes Buch mit Spaß-Faktor!

Marie-Therese Fritzen-Einfeldt

Eckernförder Lesefüchse

Die Eckernförder Lesefüchse treffen sich am Dienstag, den 11.Dezember um 17.15 in der Stadtbücherei Eckernförde.
Wir sind Kinder von ca. 10-12 Jahren und treffen uns einmal im Monat zum Austausch über gelesene Bücher. Neue Mitglieder sind immer willkommen!

Lisa, Lotta, Johanna, Hevi, Emma und Leonie haben sich bisher über „Drachenreiter“ von Cornelia Funke, “ Die Schule der magischen Tiere“ von Margit Auer, Tanja Stewners „Alea Aquarius“, „Nebelpferde“ von Angela Waidmann, Kirsten Boies „Sommer in Sommerby“ ausgetauscht. Außerdem habe ich ihnen von Antonia Michaelis „Wind und der geheime Sommer“ und von Kathi Appelt mit „Renn, Senna, renn“ – ein Buch für Kinder, die sich auch mal etwas anderes zu lesen trauen, ans Herz gelegt

Lieblingsbücher? Neuer Leseclub für 10-12-Jährige!

LeseclubIhr lest gerne Bücher? Ihr seid ca. 10-12 Jahre alt? Dann auf zu unserem neuen Leseclub!! In gemütlicher Runde könnt Ihr uns von Euern momentanen Lieblingsbüchern erzählen. Es gibt keinen Zwang, ihr müsst keine Fragen beantworten und Urkunden und Preise gibt es leider auch nicht! Und Ihr seid noch nicht ganz 10 Jahre alt, oder etwa schon älter als 12 Jahre – kein Problem!

Wir möchten uns mit Euch über Eure Lektüre unterhalten und stellen uns vor, dass Ihr jeweils ein Buch kurz vorstellt, etwas zum Inhalt erzählt, aber nicht das Ende verratet. Vielleicht könnt Ihr ein bis zwei Sätze dazu sagen, was Euch daran gefällt und warum andere Kinder es lesen sollten. Falls Ihr Lust habt, könntet Ihr für uns und andere auch eine kleine Buchempfehlung schreiben.

Der Leseclub braucht übrigens noch einen coolen Namen!

Das nächste Treffen findet am Dienstag, den 20.11. um 17.15 Uhr
in der Stadtbücherei statt!

Wind und der geheime Sommer

Michaelis, Antonia
Wind und der geheime Sommer
Hamburg:Oetinger Verlag, 2018


Heute möchte ich Euch mal ein wunderschönes, spannendes Buch von Antonia Michaelis vorstellen. Ich habe Euch ja erzählt, dass ich  während des Jahres ganz viele Kinderbücher für den Ferienleseclub lese, weil ich mir zusammen mit anderen Kollegen Fragen dazu überlege. Dieses Buch hat einen ganz klaren Vorteil: es sind schon Fragen vorhanden, und so konnte ich es einfach lesen, weil es mir Spaß machte.

Antonia Michaelis hat schon viele Bücher für verschiedene Altersgruppen geschrieben und die meisten gefallen mir richtig gut. Übrigens: auch dieses Buch steht nächstes Jahr im Ferienleseclubregal!

John-Marlon ist ein 11 jähriger Junge, kommt nach den Sommerferien in die 6. Klasse. Er ist ziemlich unsportlich, weshalb sein Vater mit ihm trainiert: Fußball, Laufen, usw. Er möchte so gerne stolz auf seinen Sohn sein, der aber seine Erwartungen nie erfüllt. Per Zufall entdeckt John Marlon eine Baulücke in Berlin, in der eine Art Urwald wächst. Unumstrittene Herrscherin dieses Platzes ist Wind. Durch sie und mit ihr erleben John-Marlon, Jojo, Alicia, Esma und Goran die wildesten und besten Abenteuer. Sie tauchen in unterirdische Seen in Mexiko, überleben einen Sturm und Seenot, gehen auf Schatzsuche und geraten ins Visier einer Gaunerbande. John Marlons Eltern denken, dass ihr Sohn eine blühende Fantasie hat, wenn er von seinen Abenteuern erzählt. Welche Rolle aber spielen Pepe, der Schnautzermann und Hayat, die in dem Laden um die Ecke geheimnisvolle Gespräche führen? Und was macht Wind eigentlich, wenn sie die Anderen um 18.00 nach Hause schickt? Welches Geheimnis umgibt sie und was ist mit ihren Eltern?

Antonia Michaelis versteht es, ihre Fantasie so auszuleben, dass es auch für mich als Erwachsene so war, als würde ich in dieser Baulücke wirklich wahrhaftige Abenteuer erleben. Und ich war, auch wenn ich es ahnte, am Ende doch überrascht, wie das Buch ausging. Außerdem war es eins der wenigen Bücher, bei denen ich nicht den Schluß zuerst gelesen habe, weil ich mir den Spaß am überraschenden Ende nicht nehmen wollte.

Endspurt im FerienleseClub 2018

Am Dienstag, den 21. August endet der diesjährige FerienLeseClub! Das heißt: spätestens dann müsst Ihr Eure Logbücher abgeben und die letzten Fragen beantworten, wenn Ihr Urkunden für Eure Ferienlektüre bekommen möchtet und außerdem  Eure Zettel, ob Ihr an der Abschlussparty am Freitag, den 24. August teilnehmen wollt.

Wir bedanken  herzlich uns bei allen Eltern, die unser Buffet so reichhaltig bestücken. Die Kinder erwartet ein abwechslungsreiches Essen und wir haben genügend Beiträge erhalten.
Wir freuen uns auf einen spannenden Abend mit Euch!

Elefantenparade zum Ferienleseclub

In der Stadtbücherei Eckernförde sind ein paar Elefanten aufgetaucht und verzieren die Wände zur Kinderbücherei. Wir bedanken uns bei Frau Holzer für diese tolle Bastelaktion, die die Grundlage für unsere Fotocollage bildet. Die Aufnahmen zeigen Kinder, die im letzten Jahr an der Abschlussparty vom Ferienleseclub teilgenommen haben. So gewichtig wie die Elefanten war zum Teil auch die Lektüre, die die Kinder gelesen haben. Im letzten Jahr wurden über 1300 Bücher entliehen. Wir sind gespannt, ob wir dieses Ergebnis in diesem Jahr toppen?

 

Buchtipp Mai

Pusteblumentage
von Rebecca Westcott

205 Seiten
dtv Verlag
ISBN 978-3-423-76165-9
Standort: Kinderbücherei
Signatur: SLK 3 Wes

Das Buch „Pusteblumentage“ hat mich begeistert und tief berührt.
Hauptperson ist die 13-jährige Liv, die mit ihren Eltern und ihrem älteren Bruder Isaak zusammen lebt und einen scheinbar normalen Alltag hat. Da Isaak das Asperger Syndrom hat, gerät Liv jedoch immer wieder in Situationen, die sie herausfordern. Auch fühlt sie sich von ihrer Mutter blamiert, als sie überraschend in den Laden stürmt und Liv energisch vor der  Kundschaft das Ohrlochstechen verbietet. Eigentlich sind es die gewöhnlichen Turbulenzen im Leben einer 13-Jährigen.

Doch dann bemerkt Liv, wie sich ihre Mutter verändert. Sie zeigt Liv das Kochen, obwohl sie selbst gar nicht kochen kann. Liv darf sich den ersten BH aussuchen, auch wenn sie noch gar keinen braucht. Und plötzlich erlaubt ihre Mutter sogar das Ohrlochstechen. Das ist unheimlich. Irgendwas ist nicht in Ordnung. Da erfährt Liv, dass ihre Mutter unheilbar krank ist. Ihre Welt gerät aus den Fugen.

Während sich Livs Mitschülerinnen mit Jungsgeschichten beschäftigen, übernimmt sie nun große Verantwortung, um ihren Eltern zu helfen, ihre Mutter zu unterstützen und ihr nahe zu sein.

Rebecca Westcott ist es gelungen, sehr einfühlsam mit dem Thema Verlust und Tod umzugehen. Gleichzeitig macht das Buch Mut. Es zeigt, dass es neben den schlechten traurigen Tagen auch allmählich wieder gute Augenblicke gibt, und es leichter wird, mit dem Verlust eines Menschen umzugehen. Das Buch „Pusteblumentage“ ist nicht nur für Jugendliche sondern auch für Erwachsene empfehlenswert!

Petra Schulschenk