Der Sommer der Eulenfalter

Standort: SLK3 Kinderbücherei Signatur: PEN

Pennypacker, Sara                                                             
Der Sommer der Eulenfalter
Hamburg: Carlsen, 2015

Stella und  Angel, mit der Stella wie Hund und Katze ist,  leben als Pflegekinder bei Großtante Louise, weil Stellas Mutter im Moment nicht in der Lage ist, sich um ihre Tochter zu kümmern. Stella findet dort zum ersten Mal so etwas wie ein Zuhause.

Eines Tages kommt sie aus der Schule nach Hause und findet die Tante  Louise tot im Sessel. Die Mädchen versuchen alles, um den Tod der Tante zu vertuschen, denn sie möchten nicht wieder in Kinderheime abgeschoben werden. Es geht soweit, dass sie die Tante beerdigen. Dabei haben sie die Hilfe eines Freundes von Tante Louise, der davon aber nichts weiß, weil sie ihm erzählen, dass Louise krank ist, und sie sich um alles kümmern. So kommt es auch, dass sie die Ferienhäuser auf dem Grundstück betreuen, sie putzen und kümmern sich um die Gäste. Das Trinkgeld verwenden sie teilweise dafür, um sich etwas zu essen zu organisieren. Oder sie versuchen von den Resten zu leben, die die Feriengäste in den Hütten zurückgelassen haben. Stella kümmert sich um die Blaubeerbüsche ihrer Tante, weil ihre Mutter diese früher mit angepflanzt hat. Allerdings braucht sie eine Weile, um herauszufinden, was die Büsche brauchen. Der alte George steht ihr dabei mit Rat zur Seite und erklärt ihr, welche Rolle die Eulenfalter spielen. Daher kommt auch der Titel des Buches. Irgendwann geht den Mädchen aber die Kraft aus und sie geben auf.  Es setzt sich eine ganze Maschinerie in Bewegung: Polizei, Pädagogen, Jugendamt, Kinderheim. Das Buch hat ein Happy End. Was mir allerdings etwas übertrieben vorkam, war, dass Stella mit ihren 12 Jahren eine Alleskönnerin ist, die gelernt hat, sowohl einen Haushalt zu managen, als auch einen ganzen Garten in Schuss zu halten, weil sie immer für ihre Mutter mitdenken und mitorganisieren musste. Die Zeit Kind zu sein, kam-wie manchmal auch im richtigen Leben- bis zum Ende des Buches etwas zu kurz.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen!

Marie-Therese Fritzen-Einfeldt