Liebe in Paris

Morin, Pascal:

Wie man in PARIS mit fünfzig die LIEBE findet und andere wichtige Fragen

Berlin: Blomsbury, 2014

Buchcover von Pascal Morin

Standort:  SL
Signatur: Mori

Als Fan der Romane von Nicolas Barreau, die ja alle in Paris spielen, fand ich dieses Cover sehr interessant. Was hat der freche kleine Vogel vor der Kaffeetasse zu suchen? Das Bild will so gar nicht zu dem Titel passen. Und auch der Titel passt nicht wirklich zum Inhalt des Buches, das mich im ersten Moment etwas ratlos zurück ließ. Ist dieses Buch ein klassischer Liebesroman? Die Beantwortung dieser Frage überlasse ich Ihnen!

Die Lehrerin CatherineTournant, weiß, fünfzig und geschieden, unterrichtet Französisch an einer Pariser Schule. Als die Mutter der Schülerin Natacha stirbt, versucht sie sich um das Mädchen zu kümmern und sie zu überreden, die Schule zu beenden. Dadurch entsteht das Gerücht, sie würde sich ihren Schülerinnen anzüglich nähern. Eine Zwangspause gibt ihr Zeit zum Nachdenken. Sie läßt ihr Bad renovieren und lernt dadurch Robert kennen und lieben. Robert ist aber farbig, was bei Catherine zu einem großen Zwiespalt führt, denn sie überlegt sich, wie diese Beziehung von der Mitwelt wahrgenommen wird. Gleichzeitig ärgert sie sich über ihre eigenen Überlegungen und dass sie nicht frei davon ist, sich über die Reaktionen der anderen Gedanken zu machen.

In diesem Roman gibt es mehrere Handlungsstränge. Erzählt wird von Natacha, die in der Modebranche glücklich wird, von der Psychotherapeutin Ève-Marie, die mit Catherine verwandt ist, und von dem Handwerker Dimitri, der Probleme hat, sich als Farbiger in einer weißen Gesellschaft in seiner eigenen Haut wohlzufühlen. Und doch hängen alle diese Personen zusammen und lassen einen am Ende des Romans mit einem gewissen Erstaunen zurück.

Marie-Therese Fritzen-Einfeldt