Mein Freund Salim

Mein freund Salim

Signatur: MAR
Standort: SKL2-Freundschaft
Kinderbücherei

Marmon Uticha

Mein Freund Salim

Bamberg: Magellan, 2015

Heute möchte ich Euch ein Buch vorstellen, dass angesichts der täglichen Nachrichten über die Flüchtlinge gut zum Thema passt. Hannes und seine kleine Schwester Tammi haben ein Lieblingsbuch: Huckleberry Finn und Tom Sawyer. Eines Tages beobachtet Hannes auf dem Spielplatz einen Jungen, der sich sehr merkwürdig verhält. Er reagiert schreckhaft bis panisch , wenn es um laute Geräusche geht. Er scheint nirgends zu wohnen, stiehlt Nahrungsmittel, ist aber auch begierig darauf in Kontakt zu den Kindern zu kommen. Und er nennt sich Huck, wie  Huckleberry Finn. Nach und nach finden die Kinder heraus, dass er in Wahrheit Salim heißt. Salim hilft Hannes und seinen Freunden für das Schulfest ein Gruselkabinett zu gestalten, natürlich heimlich, denn in der Schule hat er nichts zu suchen. Bei einer Gelegenheit verliert Salim sein Buch und Hannes und Tammi stellen fest, dass es sich um Tom Sawyer handelt. Aber die Seiten sind bemalt. Und zwar kunstvoll bemalt. Erst denken sie, dass es sich um die gemalten Abenteuer von Huckleberry Finn handelt, aber immer stimmt irgendwas nicht mit den Bildern. Es gibt zum Beispiel Palmen, halbe Brücken, kaputte Schiffe und immer wieder Vögel. Zusammen mit ihren Freunden finden Hannes und Tammi heraus, dass Salim Flüchtling ist und aus Syrien kommt. Auf der Flucht wurde er von seiner Familie getrennt, die nach Schweden wollte. Und weil Salim kein Deutsch spricht und nur bruchstückhaft Englisch, verständigt er sich durch seine Malerei.

Ob das Buch ein gutes Ende hat, müsst Ihr selber lesen. Und ich wünsche Euch viel Spaß bei dieser schönen Freundschaftsgeschichte zu einem aktuellen Thema.

Marie-Therese Fritzen-Einfeldt